Einführung in die Logotherapie und Supportive Psychotherapie

Dieser Artikel weist darauf hin, dass die Logotherapie sehr gut als supportive (= stützende) Therapie gebrauchen lässt. Nebenbei werden noch einmal die Grundaussagen der Logotherapie vorgestellt:

Den Artikel gibt es natürlich auch im PDF-Format zum Ausdrucken:
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Wolfgang Hoffmann: Einführung in die Logotherapie und Supportive Psychotherapie

(Vortrag, gehalten am 4.06.2008 im Evangelischen Krankenhaus Bethanien der Johanna-Odebrecht-Stiftung, Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (Chefarzt Dr. med. J. Zimmermann))

1. Aufgaben einer supportiven (=stützenden) Psychotherapie

Noch im Jahre 1996 schreibt Jürg Willi in seinem Buch `Ökologische Psychotherapie´ (1), in dem er eine eigene, von der Familientherapie hergeleitete ökologisch-supportive Psychotherapie vorstellt, die „stützende Therapie verfügt jedoch bisher weder über eine Theorie noch über eine reflektierte, systematisierte Praxis“. Folglich erscheine die supportive Psychotherapie als das Aschenputtel (Cinderella) der Psychotherapie. Das sei umso erstaunlicher angesichts von Aussagen wie der des bekannten Psychoanalytikers O. Kernberg, der 1984/1988 in seinem Buch „Schwere Persönlichkeitsstörungen“ meint, „dass die Ausübung von stützender Therapie viel Erfahrung, Flexibilität und technische Geschicklichkeit erfordere“. Willi erwähnt auch eine Studie über supportive Psychotherapie von R. S. Wallerstein von 1986, in der die Resultate der supportiven Psychotherapie eindrücklicher waren als die der psychoanalytischen Therapie, zumal „der wesentliche Teil der Veränderungen im Zusammenhang mit unterstützenden, und nicht so sehr mit expressiven (deutenden) Interventionen“ erreicht wurde ((1) S. 131).

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